Folge #018 – Duet Display im Test


Trotz eines 27“ iMac fehlt mir bei meiner Filmschnitt-Arbeit irgendwie ein bisschen Platz auf dem Schirm. Für viele Leser klingt es unfassbar, aber es ist so. Auf der anderen Seite vielleicht aber kennen einige den500ipadimac Platzmangel auf dem Display. Ein Cinema-Display von Apple oder ein zweiter Monitor würden klar Abhilfe schaffen, aber das wäre wiederum zu viel Platz und außerdem zu teuer. Das Cinema Display aus dem Hause Apple kostet beispielsweise noch immer 1.149 Euro im Apple Online Store. Bei diversen Shops immerhin 899 Euro. Aber so viel Kohle um nur ein wenig Platz zu gewinnen? Ein zweiter Monitor würde viel mehr Platz bieten, aber das wäre eben zu viel Platz und die Gefahr der „Zumüllung“ des Desktops würde enorm zunehmen. Nun bin ich stolzer Besitzer eines iPads der zweiten Generation. Nicht mehr das neuste Modell und auch kein Retina-Display, aber es ist da und hatte immerhin auch mal ordentlich Geld gekostet. Aussortieren möchte man es daher nicht. Im Dezember 2014 ging eine App von zwei ehemaligen Apple-Mitarbeiter durch die Medienlandschaft, die für Aufsehen sorgte. Duet Display. Eine App die es ermöglicht, den Bildschirm des Macs mit einem iPad oder iPhone zu erweitern.

Zunächst war ich skeptisch. Denn ich kannte die erste Version der App und die brachte das iPad und den Mac ordentlich ins Schwitzen. Duet Display verbrauchte ordentlich Ressourcen. Mittlerweile ist es aber gelungen, den Verbrauch ordentlich zurück zu fahren. Also lud ich mir die App, um mit meinem iPad 2 meinen iMac Monitor erweitern zu können. Ich ärgerte mich ein wenig da ich erfahren hatte, dass es eine Woche zuvor die App zu einem Spezial-Preis gab. Gut, kein Problem! Wenn Duet-Display wirklich so funktioniert wie angepriesen, ist alles im Lot! Die App schlägt mit 15,99 Euro im deutschen Appstore zu buche. Klingt erst einmal hart. “Lohnt sich dieses Geld für diese App?“. Leider muss ich zugeben dass ich diesen Gedanken während des Herunterladens stellte. Skeptisch auch, da das iPad immerhin nur mittels USB angeschlossen wird. Als die DuetDisplay-2App auf dem iPad installiert war, wurde ich beim Öffnen darauf aufmerksam gemacht, dass man auch eine App auf dem Mac installieren muss. Keine Bange, diese App kostet nichts! Wäre auch für mich ein hartes Stück Holz gewesen. Diese über die Seite www.DuetDisplay.com heruntergeladen, installiert und geöffnet, geht es auch schon los. Das iPad 2 war bereits mit dem Mac via USB verbunden. Der Mac koppelte sich wirklich mit der iPad App und ich sah meinen erweiterten Desktop auf meinem iPad 2. TOLL! Mit der Maus gleich mal rüber gescrollt und auf Ruckler gewartet. NICHTS! Gut, ein ganz ganz minimales Ruckeln ist erkennbar, aber für ein iPad 2 sensationell. Wenn man ein Besitzer eines neueren iPads ist, kann man sogar in den Genuss der Retina-Auflösung kommen. Auf dem iPad 2 ist dies aus technischen Gründen einfach nicht möglich.

Ich habe mein „Video-Display“ aus FinalCut X auf das iPad gelegt um eine Art „Kontroll-Monitor“ zu haben. Der Ton kommt nach wie vor aus dem iMac. Genial! Keine zeitversetzte Wiedergabe, alles synchron. PERFEKT! Die Helligkeit des iPads habe ich manuell komplett aufgedreht, um eine optimale Ansicht zu haben. Toll, toll, toll! Nach meiner Schnittarbeit habe ich noch ein wenig mit Duet Display herumgespielt. DuetDisplay-1Einen Ordner auf dem iPad geöffnet mittels Double-Tab. GENIAL! Duet Display bietet in der Tat auch Touch-Controlling. Wahnsinn. Man merkt schon meine Begeisterung für diese App. Mein Kollege Simon nutzt diese App ebenfalls, allerdings am iPad Air 2 und auch schon etwas längere Zeit. Er ist Grafiker und malt ständig mit dem iPad. Regelmäßig nutzt er Photoshop auf seinem MacBook und erweitert seinen Bildschirm eben mit Duet Display. Wenn man so möchte, macht Duet Display aus dem iPad ein echtes Grafik-Tablet. Coole Sache! Wir können beide keines Falls meckern! Diese App rockt definitiv und selbst die 15,99 Euro sind es wert! Schaut euch die App mal an und probiert es doch selbst mal aus. Verschafft euch selbst einen Eindruck und berichtet uns, was ihr dazu sagt. Was noch ganz nett zu erwähnen ist, dass demnächst eine Windows-Version folgen soll.

Wir können diese App auf jeden Fall, reinstem Gewissens nur empfehlen! GROßARTIG!

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